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Ein Krimi im Krimi sorgt für Spannung Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   

Das G’Stockichttheater präsentierte „Bauch auf den Boden, Hände nach oben“

theater_henfenfeld_2011_2.jpgDie Theatersaison beim SV Henfenfeld hat wieder begonnen. In diesem Jahr steht Bernhard Eibels Kriminalkomödie „Bauch auf den Boden, Hände nach oben“ auf dem Programm. Der Vorsitzende des SVH, Reinhold Heinrich freute sich über eine ausverkaufte Premiere.
Auf der Bühne befindet sich das Wohnzimmer der Familie Bahler. Dort debattiert der Rentner August (Reinhard Sperber) mit seiner Frau Grete (Erika Hahn) über deren Backkünste fast bis zur Eskalation. Ganz andere Sorgen hat der heimgekehrte Sohn Sepp (Hannes Ertel), denn seine Freundin hat ihn vor die Tür gesetzt. Die bissigen Kommentare sorgen schon zu Beginn für Heiterkeit im Publikum.
Auch die Tochter Rosi (Kerstin Brückner) hat Probleme, sie ist dauerarbeitslos. Vom Arbeitsamt hätte sie zwar eine Stelle bekommen, doch für einen „Hungerlohn“ will sie nicht arbeiten. Es kriselt gewaltig bei den Bahlers, als der Hausmeister Many (Roland Mayer), ein ehemaliger Polizist, hinzukommt. Er kann es partout nicht ausstehen, wenn die Haustüre nicht versperrt wird, das brachte ihm den Spitznamen „Schlüssel-Many“ ein. Dieses Mal ist seine Sorge jedoch begründet, denn in der Nähe fand ein Banküberfall statt, die Täter sind noch auf der Flucht.theater_henfenfeld_2011_1.jpg
Rosi und Sepp spielen in der örtlichen Theatergruppe, ein Krimi soll aufgeführt werden. Für ihre Rollen proben sie zuhause, als Komparsen müssen die Eltern herhalten. Damit die Sache realitätsnah wird, werden August und Grete gefesselt und geknebelt.
Mitten in die Probe platzt Frau Kaaser (Helene Knarr) hinein, diese hat ein Auge auf Sepp geworfen und sucht ständig seine Nähe. Im Wohnzimmer findet sie zwei maskierte Gestalten vor, die Bahlers sind offensichtlich Geiseln. Der Stress fordert seinen Tribut, Frau Kaaser wird ohnmächtig. Prompt kommt auch noch Many hinzu, er verkennt die Situation, weiß sich aber zu helfen. Nachdem er die vermeintlichen Räuber niedergeschlagen hat, alarmiert er die Kripo.
Die trifft in Person von Polizeiinspektor Greiner (Michael Haas) ein. Nach schneller Recherche klärt sich der vermeintliche Überfall auf und er widmet sich der Suche nach Verbrechern.
Die offene Haustüre wird den Bahlers doch zum Verhängnis, denn plötzlich sind die echten Bankräuber in der Wohnung. Krallen-Vivi (Marion Meyer) und Locken-Tony (Dennis Haas) sorgen für Verwirrungen.
Reinhard Sperber, der „Leitwolf“ der Theatergruppe überzeugte in seiner Rolle. Viele seiner flotten Sprüche kamen spontan, auch seine Mimik ist faszinierend. Als ideale Bühnengattin stellte sich Erika Hahn dar. Ihre souveräne Darstellung begeisterte das Publikum. Hannes Ertel, erstmals in einer Hauptrolle bewies schauspielerisches Können, köstlich seine Einlagen mit Frau Kaaser. Kerstin Brückner ist nach zehn Jahren zu einer festen Größe in der Theatergruppe gereift. Mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit sorgte sie für viel Heiterkeit. Helene Knarr ist stets für einen „Showeffekt“ gut. Schon die Wahl ihres Outfits ist ein Garant für Gelächter. Ihre Mimik und der Tonfall sprechen Bände.theater_henfenfeld_2011_3.jpg
Sein Debüt gab Dennis Haas. Aufgrund des Ausfalls von Leo Bock musste er kurzfristig in eine umfangreiche Rolle schlüpfen, dies meisterte er mit Bravour. Seine Texte sprach er „ultrakorrekt“ auf Balkandeutsch. Das Publikum war hellauf begeistert. Auch Marion Meyer ist eine Meisterin, wenn es gilt, in fremde Dialekte zu schlüpfen. Als Vivi ahmte mit gestelzter Redeweise mit Schwyzerdütsch nach und brachte das Publikum zum Kochen. Roland Mayer sorgte mit seiner verschmitzten Art für viel Gelächter, glaubhaft verkörperte er den etwas senilen Hausmeister. Michael Haas hatte als Inspektor zwar eine kleine Rolle, doch diese füllte er mit allen Klischees, die man vom Fernsehen kennt. Auch er ist stets Garant für humorvolle Szenen.
Als Souffleuse arbeitete Elisabeth Urbansky im „Untergrund“, für eine vorzügliche Beschallung des Saales sorgte Horst Wilhelm.
Das Stück wird am kommenden Wochenende nochmals aufgeführt, am Samstag und am Sonntag jeweils um 19.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Geschäft Hauenstein und an der Abendkasse.
   Johann Dechant
Foto: J. Dechant

 
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